Ching Ming Festival |
|
|
| Geschrieben von holger | |
| Dienstag, 05 April 2005 | |
|
Auch als "Grab-Putz" oder "Frühlingstrauertag" bekannt, ist Ching Ming ("klar und hell") die Zeit, wenn chinesische Familien ihren Ahnen Respekt zollen, indem sie ihre Gräber besuchen, Unkraut jäten, Grabsteininschriften reinigen und Opfergaben aus Wein und Obst bringen. So kann man es zumindest beim Hong Kong Tourism Board lesen. Was da nicht steht sage ich euch jetzt. Das ganze Tag ist eigentlich ein Familientag. Man trifft sich vormittags auf dem Friedhof und das macht man nicht allein sondern mit fast allen chinesichen Familien Hong Kongs. Bei den vielen Leuten hier kann man sich vorstellen was das bedeuted: 90% Hong Kongs ist heute irgendwann irgendwie unterwegs.Die Sachen, die man mitbringt werden nicht einfach nicht hingestellt, Zum einen ist es Papiergeld. Einige von Euch haben es bestimmt schon mal in einem deutschen papierladen gesehen. Dort wird es gerne als japanisches Reispapier mit Gold oder silbernen Feld in der Mitte verkauft. Das ist es aber gerade nicht. Wenn ihr also das nächste mal einen Laden seht der 15cm mal 15 cm große Papierstücke mit goldenem oder silberen Quadrat in der MItte anbietet, dann sagt doch bitte dem Verkäufer, dass es sich hierbei um eine klassische chinesiche Opfergabe handelt. Das Geld jedenfalls, wird in einem Ofen verbrannt und dann ist auch schon gut damit. Die Getränke und das Essen das mitgrbracht wird, wird auch nicht auf dem Friedhof gelassen, sondern wird oftmal sofort mitgenommen oder an Ort und Stelle gegessen. Darum hat der Friedhof dann auch eher etwas von einem riesigen Picknick und nicht etwas die Totenstille deutscher Friedhöfe an Karfreitag. Wir haben das jedenfalls heute auch gemacht und waren alle am Grab der Mutter des Großvaters meiner Frau. War sogar ein Bild auf dem Grabstein, sodaß ich wenigstens ein wenig Anhaltspunkte hatte, wen wir denn da heute besucht haben. Unkraut oder so habe ich nicht gesehen, hätte mich auch gewundert, denn das Grab ist eine von hunderten 40 cm mal 40 cm großen Platten in einer langen hohen Wand. So sehen hier die meisten Gräber aus. Nur eine geringe Anzahl an Gräber sieht so aus, wie in Deitschland. Danach gehts ab ins Restaurant, wo kaum ein Platz zu bekommen ist, weil man offensichtlich nicht die einzige Familie ist, die auf diese Idee gekommen ist. In unserem Fall war es so voll, dass man sogar direkt vor den Fahrstuhltüren noch Zusatztische aufstellte, um noch mehr Leute abfertigen zu können. Schön, wenn Schwiegermutter vorbestellt hat, Ahoi ihr lieben Surfer |












































