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Wenn man in aisaitische Länder fährt stellt sich jedem Reisenden schnell die Frage, ob man denn nach einer Gabel fragen soll oder nicht. Wenn man sich die Gabel ordert, ist alles so wie man es gewöhnt ist. Nun ist es ja aber so, daß man(n) sich gerne als Kulturfreund outet und natürlich als weitreisender Nicht-Asiate den Griff zum Stäbchen ( Chopstick) wagt. Für die Freunde dieser Varainte habe ich diesen Artikel geschrieben, denn ehrlich gesagt haben Menschen aus den "Gabel-Ländern" ganz oft ein Problem, wo es keines gibt. Das Problem liegt nicht in der Art und Weise wie man die dummen Dinger in den Fingern hält, es liegt vielmehr in der Tatsache verborgen, daß man seine eigenen Eßgewohnheiten mit den neuen mischen will. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich euch sagen, das funktioniert niemals. ich beschreibe es jetzt mal an ein paar Beispielen. Die einfache Variante: Huhn, Rind oder Schwein ist in kleine Würfel geschnitten. Hier kann man noch das Stückchen greifen und wie man es gewöhnt ist zum Mund führen. Also kein Auflehnen auf den Tisch, kein Herunterbeugen und schön gerade sitzen und vorallem keine Töne beim Essen von sich geben. Die Variante mit Herunterbeugen: Alles was klein und glitschig ist, in Soße liegt oder in Öl schwimmt ist schon eine Herausforderung. Hier wird man keinen Asiaten treffen, der nicht ein wenig gebeugt ißt und den Sicherheitsabstand zum Teller verkürzt. Warum? Weil er vermeidet, was einem als Anfängr unweigerlich passiert. Man sizt aufrecht und dann fällt einem das Stückchen, dass man vergeblich versuchte zu halten, in die Soße und man (und seine Tischnachbarn) gehen mit Flecken auf dem Hemd durch den Rest der Nacht. Darum merke!!!!! Immer schön runter mit der Rübe. Es ist absolut okay, den Abstand zum Teller zu verkürzen. Die Variante mit den Tönen: Alles was nach Nudeln aussieht und in einer Supper serviert wird macht Töne beim Essen. Man nimmt am besten die Schüssel mit der Suppe dicht an den Rand des Tisches, dann (herunterbeugen nicht vergessen) greift man sich ein paar Nudeln und stopft sie sich in den Mund. Der Rest - der jetzt natürlich noch die Freiheit genießt- wird mit einem satten Schlürfen in den Mund verfrachtet. Eventuell noch mal dem chinesischen Löffel nachhelfen, voila! Versucht ihr die Nudlen nach guter alter deutscher Art in einem Rutsch und völlig lautlos zu essen, dann werdet ihr da sitzen und euch fragen wie das denn wohl gehen soll. Es geht eben gerade nicht. Dann lieber die Gabel nehmen:-) Die arbeitsintensive Variante: Reis. Es beginnt damit, dass der Reis in einer kleine Schale gegeben wird und nicht vom Teller gegessen wird. Man versucht auch nicht den Reis mit den Stäbchen zu greifen, Das klappt nur am Anfang wenn den Reis noch zusammenhängend in den Schale ist. Nach 3 oder 4 Griffen in die Schale war es das dann auch. Dann macht man das was alle machen, weil es anders nicht geht. Schale an den Mund, Stäbchen dicht zusammen, am Mund vorbei in die Schale und schaufeln was das Zeug hält. Schale gut ankippen, sonst passiert nichts.. Es dauert schon seine Zeit bis man alles im Mund hat. Aber man sollte ja auch den Reis als Beilage verstehen. Die knochenige Variante: Alles was Knochen hat wird sorgfältig in den Mund geschoben und kommt dann wieder als glatter sauberer Knochen wieder raus. Im Ernst, hier muß ich leider passen. ich habe es bis heute nicht verstanden was da genau im Mund der leute passiert. ich weiß nur eines. Es ist absolut okay wenn man ein paar Knochen auf den Teller spuckt oder auf den Tisch. In billigen Restaurants sind deshalb immer Papiersets unter dem Teller. Wen man in feine Restaurants geht wird man feststellen, daß solche Gerichte einfach nicht zu finden sind und alle mit Messer und Gabel esssen. Die schalenummantelte Vairante: Alles was eine Schale hat und mal im Meer lebte wird in der Regel auch mit Schale serviert. Das ist nicht so wie mit Mama und Papa zum "Italiener" gehen, wo dann die guten Scampis alle schön nackt im Teller liegen und sich vor Vergnügen kringeln. In 95% aller Fälle kommt hier alles mit Kopf und Schwanz auf den Tisch und wird daher mit der Hand gegesssen, oder in der vornehemen Variante mit Hand und Stäbchen. Wie geht das? Rechte Hand hält die Stäbchen (bei Linkshändern naatürlich die linke Hand) und greift sich das Schalentier hinter dem Kopf. Mit der freien Hand nun den Scwanz greifen und schon geht es los. Schale mit Mund aufknacken, Stück von Schale ausspucken, und Rest von Scampi schlucken. Ich gebe zu, daß dieses Kunststück ein wenig der Übung bedarf, aber nach 3 bis 9 Bieren geht es viel besser. Zusammenfassend ist die Nahrungaufnahme mit Stäbchen eher ein Problem weil man oft versucht nach westlichen Eßmanieren zu essen. Schaur euch um und ihr werdert sehen, daß der Spruch andere Länder - andere Sitten, gar nicht so blöd ist. So all dies war nur für diejenigen unter den Reisenden, die unbedingt die Stäbchen essen wollen. Denn hier in Hong Kong oder in Sinagapur oder sonstwo kümmert es keinen, ob ihr nun die Gabel benutzt oder nicht. Es kann euch aber passieren, daß der Kellner euch eine Gabel bringt weil er das Elend nicht mehr ertragen kann und der Meinung ist, er würde euch erlösen, wenn er eine Gabel spendiert. Nund nun viel Spaß beim ausprobieren.
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