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Der Minibus: Das wohl effektivste Verkehrsmittel, das Hongkong zu bieten hat. Schnell, günstig und kommt überall dahin wo Bus und MTR versagen. Er fährt rund um die Uhr, ist voll klimatisiert und ist eine echte Attraktion. Mit seinen maximal 16 Sitzplätzen und keinen Stehplätzen ist der Minibus eher komfortabel im Platzangebot. Das alleine aber wäre ja noch keine Zeile wert auf dieser Seite und so werde ich mal versuchen das Erlebnis Minibus zu beschreiben. Da gibt es zunächst mal einen wichtigen Punkt den es zu behalten gilt. Es gibt Minbusse mit rotem Dach und welche mit grünem Dach. Die grünen gehören dem öffentlichen Verbund der Verkerhmittel an und man kann dort mit der Octopus Card oder in Münzen (passend) bezahlen. Der Preis pro Tour liegt in der Regel zwischen 3 HKD und 5,20 HKD. Ob man nun an der ersten oder letzen Haltestelle aussteigt macht für den Preis in der Regel keinen Unterschied. Die Minibusse mit dem roten Dach gehören Privatfahrern und man kann dort nur in cash bezahlen. Sie sind ansonsten genauso groß wie die grünen Minisbusse. Nun aber kommt der entscheidende Teil. Da die Fahrer der privaten Minibusse nun mal nur viel verdienen, wenn sie viele Passagiere befördern, fahren die Fahrer so schnell es nur geht durch die Strassen von Hongkong, um so sofort wieder die nächste Tour zu machen. Auch kann man hier jederzeit auf der Strecke zusteigen. Eines abends hielt meine bessere Hälfte irgendwo an einer Strassenecke an, um mir mitzuteilen, dass wir von hier aus den Minibus nehmen würden. Es war kein Schild zu sehen, nichts was mir sagen würde wohin es geht, oder wann der nächste Bus kommt. Meinen fragenden Blick erkennend erzählte mir meine Frau, dass sie wüsste, dass hier der Bus nach Tsing Yi vorbei käme und wir nur ein wenig warten müssten. Und siehe da, ein paar Minuten später und schon saß ich im Wahnsinn auf vier Rädern. Der Fahrer hupte alles was sich bewegte und nicht schnell genug war, aus dem Weg. Auf der Stadtautobahn stellt er dann jeden Rekord ein und überholte wirklich alles. Hört sich ja nicht so wild an, aber wenn ein Kleinbus mit 100 Sachen durch den Feierabendstau düst und dabei immer wieder von 100 auf 20 abbremsen muß und in der Regel nicht mehr als 20 cm Abstand zum Nebenmann hat, dann wird der Trip echt zu Erlebnis. Abgesehen davon muß man sich festhalten. Ich meine nicht so ein wenig und dann mal schön dösen und warten bis man da ist. Hier wird der Wagen beschleunigt bis die Kolben aus dem Blech schießen oder der Wagen droht in der Kurve umzukippen. Zum Vergleich: die gleiche Strecke die ein grüner Minibus in 45 mins zurücklegt, macht der rote in 25 min. Am Anfang meiner Zeit hatte ich mich noch gewundert warum die Leute den Minibussen immer sofort platz machen und zur Seite springen wenn die in die Strasse einbiegen, wenn man aber sieht wie die Jungs hier draufhalten, dann ist man sich ganz schnell im klaren, dass hier der Minibus immer vorfahrt hat- denn Time is Money !!! Kaum steigt einer aus, so wird auch schon die Tür zugeschlagen und es geht weiter. Manchmal habe ich schon gedacht, dass der Fuß noch in der Tür steckt, als der Fahrer schon wieder lospeitschte. Trotzdem, ich würde immer den privaten Minibus nehmen wenn ich denn wüsste wo sie gerade sind. Natürlich gibt es auch Haltestellen und natürlich auch einen Fahrplan, aber richtig voran kommt dann, wenn man die inoffiziellen Routen kennt und dann für ein paar Hongkongdollar quer durch Hongkong jagt. Also, merke: Wenn die Arme oder Beine in Gips hast no Minibus please. {jos_smf_discuss:Urlaub in Hongkong}
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