Virus Pandemien, Asiatische Grippe H2N2 und Hongkong-Grippe H3N2 |
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| Geschrieben von holger | |
| Donnerstag, 14 April 2005 | |
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Na super, da denkt man, dass Leute, die mit Viren spielen sorgfältig arbeiten und dann wird mal flott der Super-Gau weltweit verschickt. Ich habe mich natürlich gleich mal umgeschaut und habe bei Roche einen kleinen Artikel entliehen:-) Im Land von SARS und anderen tollen Viren ist man da schnell erinnert an die Tage in denen die Menschen hier in Hongkong mit Schutzmasken durch die Gegend liefen. Aber hier ist, was ich gefunden habe. Eine die ganze Welt umfassende Epidemie wird auch als Pandemie bezeichnet. Influenza-Pandemien traten in der Vergangenheit alle 10 bis 40 Jahre auf. Bis zu 50 % der Bevölkerung infizieren sich dabei mit dem Grippe-Virus und eine Pandemie kann Millionen Todesopfer fordern. Nur Influenza A-Viren rufen Pandemien hervor. Wenn eine Zelle gleichzeitig mit einem Grippe-Virus vom Mensch und vom Vogel infiziert wird, können die beiden Viren ihr Erbgut untereinander austauschen. Man spricht dann von einem Antigensprung oder "Antigenshift". Weil Schweine sowohl von Influenza-Viren des Vogels, als auch des Menschen infiziert werden können, findet eine solche Durchmischung meist im Schwein statt. Wenn dabei ein Virus mit völlig neuartigen Erkennungsmerkmalen von Hämagglutinin oder Neuraminidase entsteht, spricht man von einem neuen Virus-Subtyp. Das Abwehrsystem des Menschen kommt erstmalig mit diesem vollständig veränderten Virus in Berührung. Weil die Bevölkerung überhaupt keinen Immunschutz gegen das Virus hat, kann es sich rasch über die ganze Welt ausbreiten. Pandemie-Viren haben ihren Ursprung häufig in Asien, wo Menschen, Geflügel und Schweine auf engem Raum zusammenleben. Sie wurde durch das Influenza-Virus A/H1N1 ausgelöst. Vermutlich erlagen ihr weltweit 20 bis 50 Mio. Menschen. In Deutschland starben damals etwa 100 000 Menschen an der Influenza und ihren Folgen. Die Pandemie von 1957/1958 ("Asiatische Grippe"; A/H2N2) forderte ca. 1 Mio. Todesopfer, die Pandemie von 1968/1969 ("Hongkong-Grippe"; A/H3N2) tötete mehr als 800 000 Menschen – alleine in Deutschland starben je 20 000 bis 30 000 Menschen. Das Jahr 1997 rückte die ständige Bedrohung einer Pandemie wieder in unser Bewusstsein. Bis dahin war das Influenza-Virus A/H5N1 nur bei Vögeln als Erreger der "Geflügelpest" bekannt. Doch dann starb 1997 in Hongkong ein Kind an einer Grippe-Infektion mit dem Influenza-Virus A/H5N1. Zum erstem Mal hatte eine direkte Übertragung des Virus vom Vogel auf den Menschen stattgefunden – ohne den Umweg über das Schwein zu nehmen. Insgesamt 18 Personen erkrankten, bei 6 endete die Infektion tödlich. Nur die Tatsache, dass das Grippe-Virus nicht weiter von Mensch zu Mensch übertragen wurde und die sofortige Schlachtung von mehr als 1 Mio. Enten, Gänsen und Hühnern auf Hongkongs Geflügelmarkt verhinderte möglicherweise eine neue verheerende Pandemie. |















































